Aktuelles
Hier zeige ich aktuelle Entwicklungen im NSG Bingenheimer Ried und besondere aktuelle Beobachtungen.

5.12.2021: Heute konnte man im Gebiet u.a. zwei Bergpieper und eine Zwergkanadagans mit Züchterring beobachten.


2.12.2021. Zur Zeit staut sich die Horloff circa 500m nördlich der Mündung des Riedgrabens etwas auf. Hier hatten sich beim Hochwasser im Februar Pappelstämme, die bei der Renaturierung verbaut wurden, gelöst und verschoben. Dies hat möglicherweise Auswirkungen auf den Wasserstand der Horloff an der Riedgrabenmündung und damit für das Bingenheimer Ried. Das sollten sich Fachleute anschauen. Die Situation ist seit März bekannt.



2.12.2021: Der Zaunbau geht voran. Etwa die Hälfte der Pfosten dürfte sitzen. Mal sehen, wann ein Schutz gegen das Untergraben durch Fuchs und Dachs eingebaut wird. Die Folie, die das Einwachsen des Zauns verhindern soll, liegt schon.


25.11.und 27.11.2021: Auch im Norden des Gebiets wurden im Rahmen des Zaunbaus Kopfweiden geschnitten, manchmal etwas unorthodox, wie das große Foto rechts im Vordergrund zeigt. Die Äste wurden dann innerhalb des zukünftigen Zauns im Erlenwäldchen aufgeschichtet. Sollten Prädatoren, wie Fuchs, Dachs oder Waschbär doch mal den Zaun überwinden oder bei Schließung noch im Gebiet sein, werden sie sich über diese Deckung sicher freuen. Auch für die Kinderstube eignet sich das Erlenwäldchen dann wunderbar. Als schattiger Platz im Hochsommer für die Rinder, entfällt dieser Platz dann natürlich. Mal sehen, wie lange die Äste da liegen bleiben. Vielleicht werden sie ja doch noch gehäckselt, aber warum legt man sie dann zuerst ins Erlenwäldchen?




24.11.2021: Der mit Steinen ausgelegte Folienteich in der Aue scheint fertig zu sein und hat sogar einen eigenen Brunnen erhalten. Ich bin gespannt zu hören, was man hier vor hat, siehe auch meine Bilder vom 5.11.2021 zu diesem Teich.



23.11.2021: Zu früh gefreut. In der Kernzone wird großflächig gemulcht. Warum hat man dann nicht vorher die Rinder reingelassen. Die Maßnahmen der Fachleute der HGON und der verantwortlichen Behörden sind völlig unverständlich. Viele Insekten überwintern in den Flächen und werden so vernichtet. Dazu gehören verschiedene Heuschreckenarten, wie z.B. die Große Goldschrecke und der Wiesengrashüpfer. Verschiedene  Wildbienen., Wespen- und Zikaden-Arten überwintern hier auch. Mögliche Flächen für Schlaf- und Ruheplätze der Sumpfohreulen und Kornweihen werden kleiner. Die gemulchten Flächen mit dichtem Pflanzenbewuchs im Gebiet erscheinen größer als die Ungemulchten. Das Zauberwort heisst Mosaik.




23.11.2921: Der Zaunbau geht weiter. Entlang des Zauns wurden am Ortenberggraben viele Kopfweiden geschnitten. Die Äste aus Reichelsheimer und Bingenheimer Gebiet wurden mitten in einer Ausgleichsfläche der Stadt Reichelsheim abgelagert.  Das sieht nicht so aus, als ob die dort gehäckselt werden sollen. (26.11.2021: Wie ich höre, sollen die Äste wieder entfernt werden).

 
20.11.2020: Auf den ersten 400m stehen die Pfosten. Sie sind circa 1,80 m hoch (Erstmal nur ein Handyfoto). Nach meinen privaten Berechnungen mit Hilfe von Google Earth dürfte der Zaun etwa 4,4 km lang werden und circa 84 ha umschließen.


18.11.2021: Der alte Zaun wird abgebaut. Die Trasse für den Prädatoren sicheren Zaun wird vorbereitet.
 

17.11.2021: Das Ried wird weiter umgebaut. An acht bisher unberührten Stellen wurde gebaggert. Der Sinn ist aus der Entfernung nicht zu erkennen. Auch in der Kernzone wird gemulcht. Die Vorbereitungen für den Zaunbau schreiten voran.

Bilder vom 31.1., 7.9. und 17.11.2021: Anfang des Jahres 2009 wurde dieser Tümpel in der Nähe des Wehrs direkt am viel frequentierten Weg gebaut. Auf der Insel brüteten in den ersten Jahren Graugans, Nilgans oder Stockente. Die meisten Gelege gingen verloren, weil die Störung durch den Weg zu groß war. Mit den Jahren wuchs der Tümpel zu. Hier entwickelte sich der größte Bestand an schmalblättrigem Rohrkolben im Gebiet. Jetzt brüteten hier verschiedene Rallenarten und Teichrohrsänger. Ein Bekassinenrevier war in der Nähe. Für das Blaukehlchen war hier Nahrungsbiotop. Seid der neue Übergang für Rinder am Wehr gebaut wurde, ist der Tümpel ganzjährig für die Rinder erreichbar mit entsprechender Störung für die Vögel. Bei maximal erlaubten Wasserstand hat er direkte Verbindung zum Wasser im Ried.
Nun wurde der Teich ausgebaut und vergrößert. Warum?  Welchen Vogelarten soll das nutzen. Durch den direkt rundum ausgebreiteten Aushub und die damit verbundene Erhöhung des Bodens wurde Rallen und Bekassinenbiotop zerstört. Auf den schmalblättrigen Rohrkolben wurde keinerlei Rücksicht genommen. Der Bestand sollte aber nicht ganz zerstört sein, so wie es aussieht. Zumindest hätte man den Aushub abfahren müssen. Die Störung durch den viel frequentierten Weg und die Rinder bleibt. Die Tiefe könnte für den Amphibiennachwuchs ausreichen.
 


 



14.11.2021: Mit dem Aushub der Vertiefung des Teichs wird der Sichtschutzwall erhöht.


13.11.2021: Sensation!!!! Das gesamte Bingenheimer Ried wird Prädatoren sicher eingezäunt.
Dies bestätigten mir Leute vor Ort. Von offizieller Seite ist noch nichts zu hören. Die Vorarbeiten sind in vollem Gang, was jeder sehen kann. Kein Waschbär, kein Fuchs und kein Dachs u.s.w. kommen  dann noch rein. Dies ist eine tolle Sache. Nachdem in der Ausgleichsfläche am Flugplatz Reichelsheim dieses Jahr sogar ein Rotschenkel erfolgreich brütete (der erste erfolgreiche Brutnachweis in Hessen überhaupt. Mehr......), könnten die Brutversuche im Bingenheimer Ried auch erfolgreich werden. Bekassine und Kiebitz werden davon profitieren und vielleicht kehrt sogar die Uferschnepfe zurück. Natürlich werden auch viele andere Vogelarten davon profitieren. Die Einzäunung ist natürlich ein ganz anderes Kaliber, wie die Einzäunung am Flugplatz Reichelsheim. Dort wurde ein völlig neu geschaffenes Biotop eingezäunt,  hier ist es ein Jahrhunderte gewachsenes Gebiet.
Es wird sehr spannend, wie sich das Gebiet dann entwickelt. Man kann nur hoffen, dass das Ganze von unabhängigen Wissenschaftlern begleitet wird. Schön wäre es, wenn der Beobachtungsstand am Wehr im Zuge dieser Maßnahme sinnvoll ausgebaut würde, z.B. indem man einen Teil des Daches des Stalls zu einer Plattform umbaut. So würde kein weiteres Stück des NSG's bebaut werden. Bitte unterstützen sie mich bei diesem Wunsch, wenn  sie auch gerne im Gebiet beobachten. 


8.11.2021: Im Gebiet finden Baggerarbeiten statt, die sich aber von Außen nicht fotografieren oder beurteilen lassen.

5.11.2021: Es ist spannend, wieviel Geld in das Bingenheimer Ried gepumpt wird. Amtliche Erfolgskontrollen für die Maßnahmen gab es bisher entweder nicht, oder sie wurden nicht veröffentlicht. Besonders die Zahlen bei den Amphibien wären interessant. Noch sind die Baggerarbeiten im Norden nicht beendet. Schon jetzt zeigt sich aber, dass die Fehler des letzten Winters berichtigt werden (siehe auch meine Kommentare vom 18.8.2021 weiter unten). Im letzten Winter waren die neuen Gewässer nicht tief genug gebaggert worden und erwiesen sich trotz nassen Sommers als ökologische Fallen für manchen Amphibiennachwuchs. Ich habe Zweifel, dass diesmal die Tiefe reicht. Leider kann ich nicht alle Maßnahmen erklären, da der Gebietsbetreuer der HGON und die Behörden jegliche Öffentlichkeitsarbeit eingestellt haben. Vermutlich sind auch Vorbereitungsarbeiten für die große Sache, die da kommt, dabei (siehe 31.10.2021). 

Der neue Teich im Norden des Gebiets, der im letzten Winter gebaggert wurde (Bild oben 14.12.2020), wurde vertieft und vergrößert (Bild unten). Der Wall der verhindern sollte, dass keine Fische vom alten Teich in den neuen Teich gelangen, wurde ausgebessert und etwas erhöht.





Die im letzten Winter gebaggerte Flutmulde (Foto links 14.12.2020) wurde vergrößert und vertieft (Bild rechts).

Dieses im letzen Winter gebaggerte Loch (Bild links vom 14.12.2020) wurde jetzt vergrößert (Bild rechts). Möglicherweise ist es noch nicht fertig. Beim Rückbau kam auch eine Folie und ein Fließ zum Vorschein (Bild Mitte). Der Sinn dieses Lochs wurde bisher nicht erklärt. Wasser stand nur kurzzeitig drin.


Der in der Südwestecke des Gebiets gebaute Damm sollte das Wasser des Ortenberggrabens mit seinen Fischen beim Überlaufen davon abhalten ins Bingenheimer Ried zu laufen (siehe auch 28.9.2020 ). Dies funktionierte aber nicht, wie das Foto links vom 31.1.2021 zeigt. Der Damm wurde jetzt überarbeitet und etwas erhöht. Dabei zerstörte man ein weiteres Stückchen alter Feuchtwiese.


Der im letzten Winter offen gelassene Durchgang durch den Sichtschutzwall südlich des Beobachtungsstands auf der Westseite wurde um circa 40m nach Norden verlegt (Bild links). Das Rohr, dass vom Pfaffensee kommt wurde ins Gebiet verlängert (Bild rechts).



31.10.2021: Großes tut sich im Bingenheimer Ried. Rundherum ist man dabei die Grenzsteine freizulegen und mit roten Stöcken zu markieren. Das sind die Vorboten einer tollen Maßnahme. Offensichtlich sind die Gelder bewilligt. Ich bin gespannt, wann die Verantwortlichen der HGON und der Behörden die Katze aus dem Sack lassen. Ich hoffe, dass die vielen Besucher des Gebiets bei der Maßnahme mitgenommen werden. Sobald mir gesicherte Informationen mit den Details vorliegen, werde ich hier berichten.


31.10.2021: Im Nordteil des Gebiets wird weiter kräftig gebaggert.


21.10.2021 (links): Am neuen Teich im Norden des Gebiets wird gebaggert. Anscheinend sollen die Fehler bei der Erstanlage letztes Jahr (siehe meine Kommentare vom 18.8.2021 weiter unten) in Ordnung gebracht werden.
16.10.2021 (rechts): Das Ried ist fast völlig trocken (siehe Foto bei Wasserstand). Von den nicht flüggen Zwergtauchern ist nur noch einer übrig und hält sich im Graben in der Nähe des Wehrs auf.

18.9.2021: Das Wehr ist völlig offen. Es steht nur noch wenig Wasser im Ried. Einige Limikolen u.a. 3 Große Brachvögel, sind noch da. Bis auf einen sind alle Höckerschwäne abgezogen. Die erste erfolgreiche hessische Rotschenkelbrut bei Reichelsheim wird von den Verantwortlichen der HGON weiter verheimlicht, obwohl ich sie bereits am 10.7.2021 gemeldet habe. Warum ??? Das ist doch ein toller Erfolg für den Kiebitzschutzzaun.


7.9.2021: Neues zum Wasserstand mit Bildern hier

7.9.2021:
Auf den Äckern am westlichen Rand des Gebiets zeigte sich heute diese diesjährige Heringsmöwe mit Merkmalen der baltischen Unterart Larus fuscus fuscus
zusammen mit 3 Mittelmeermöwen. Laut Fachleuten läßt sich die Unterart fuscus in diesem Kleid aber nicht eindeutig von anderen Unterarten abgrenzen.

2.9.2021: Zur Zeit halten sich einige Limikolenarten im Bingenheimer Ried auf. Dazu gehören u.a. Sandregenpfeifer, Alpenstrandläufer, Zwergstrandläufer, Dunkle Wasserläufer und Kampfläufer. Auch bis zu 12 Große Brachvögel waren anwesend. 10 Entenarten sind für diese Jahreszeit ungewöhnlich. Dazu gehören Knäkenten, Pfeifenten, Spießenten und eine Kolbenente.
 

 In diesem Jahr haben wir Rekordzahlen an erfolgreichen Bruten bei einigen Wasservögeln, siehe  . Der Grund könnte in der verstärkten Deckung durch das Pflanzenwachstum liegen. Ein weiterer Grund liegt aber vielleicht auch in der Intensivbejagung der Prädatoren rundherum, die allerdings in diesem Maß sicher nicht aufrechterhalten werden kann. Trotz der Intensivbejagung gibt es noch reichlich Waschbären, wie dieses Foto vom 31.7.2021 in einem Garten direkt am Bingenheimer Ried zeigt.


 
19.8.2021:
Heute waren zwei Zwergstrandläufer im Bingenheimer Ried. Auch der Kiebitzregenpfeifer ist noch da.

19.8.2021:
Erfreulicherweise wurde das Wehr wieder geschlossen. Bleibt es bei diesem Wasserstand, so haben die noch nicht flüggen Wasservögel eine gute Chance flügge zu werden. Auch für die noch nicht voll entwickelten Amphibienlarven ist das natürlich sehr positiv. Der Wasserstand wurde um circa 15cm gesenkt. Warum?

18.8.2021:
Trotz des nassen Jahres ist der neue Teich schon seit vielen Tagen und damit viel zu früh ausgetrocknet. Er wurde zur ökologischen Falle für viele der Amphibien, die hier abgelaicht haben. Laut Wetterauer Zeitung vom 18.8.2021 soll der Teich nochmal vertieft werden. Warum plant man nicht besser? Die angekündigten 20cm sind zu wenig. Hier werden Naturschutzmittel vergeudet.
 

Laut dem Artikel sollte der alte und der neue Teich keine Verbindung haben. Dafür ließ man extra einen kleinen Damm zwischen den Teichen baggern, damit zum Schutz des Amphibienlaichs keine Fische in den neuen Teich gelangen können. Bei Wasserhöchststand Mitte Februar waren beide Teiche jedoch verbunden (Foto vom 17.2.2021). Auch im Jahr 2018 und auch schon früher war der Wasserstand kurzzeitig so hoch. Mögliche Wasserstände waren also bekannt.


Die Ideen bei den Verantwortlichen zur Verbesserung  der Biotope im Ried  sind sinnvoll und gut. Es hapert leider immer wieder an der Ausführung (weitere Bilder vom 14.12.2020 und 21.3.2021 weiter unten).

 
18.8.2021:
Auf dem neuen Wall auf der Westseite des Gebiets ist, wie erwartet, eine Distelwüste entstanden.


15.8.2021:
Zur Zeit rasten einige Limikolenarten im Bingenheimer Ried. Dazu gehören ein Kiebitzregenpfeifer, diesjährige Flußregenpfeifer, Alpenstrandläufer, Flußuferläufer, Dunkle Wasserläufer, Grünschenkel und Bekassinen.

13.8.2021: Vermutlich schon seit einigen Tagen wird das Wasser aus dem Bingenheimer Ried abgelassen.
Der Tod von noch nicht flüggen Jungen von Zwergtauchern, Haubentauchern und Bläßrallen wird dabei von der zuständigen Behörde und von dem Gebietsbetreuer der HGON in Kauf genommen. Verschiedene Entenarten und Höckerschwäne sind in solchen Fällen in der Vergangenheit manchmal mit ihren Jungen zum Pfaffensee gewandert. Alle 5 Höckerschwanfamilien, deren Jungen anscheinend noch nicht flugfähig sind, befinden sich noch im Gebiet (1 davon erst am 19.8. wiederentdeckt). Die Larven von Kammmolch, Knoblauchkröte und Seefrosch sind noch nicht alle voll entwickelt. Dies gilt insbesondere dieses Jahr mit einem kühlen Frühjahr, wo sich Vieles in der Natur um 3 Wochen verzögerte. Kammmolch und Knoblauchkröte sind FFH-Arten. Hier fehlt jegliche Flexibilität auf Seiten der Verantwortlichen. Austrocknen ist wichtig, aber es gibt keinen Naturschutzgrund, der verbietet, das Wasser in diesem Jahr  erst Mitte September abzulassen. Wenn man das Ried zu früh austrocknen läßt, können sich die Nachzügler bei den Amphibienlarven nicht voll entwickeln und kommen um. Man kann nur hoffen, dass es in den nächsten Wochen stark regnet, sodass noch Wasserreste im Ried verbleiben und so wenigstens alle Amphibienlarven ihre Entwicklung abschließen können.

Sensation etwas abseits!
Juli 2021:
Erste erfolgreiche Rotschenkelbrut in Hessen nachgewiesen! Mehr...

12.7.2021(links): Tafelente mit 8 Pulli. Mehr zu Bruten bei .


 
8.6.2021 (links): Zu ungewöhnlicher Jahreszeit hält sich eine weibliche Pfeifente im ebiet auf. 
15.5.2021 rechts): Vorm Turm brüten 2 Kiebitze und greifen alle Prädatoren an.

    

15.5.2021: Aufplustern vor dem Festmahl (links). Bisher sind 3 von 8 Höckerschwanbruten geschlüpft (rechts). Eine Brut wurde aufgegeben, eine
 ist unklar und 3 brüten noch.



5.5.2021: Zum Zweck der Kamera, die während der Brutzeit im Bingenheimer Ried aufgestellt wurde, wurde in einem Artikel der Wetterauer Zeitung vom 5.5. geschrieben, dass diese Kamerabilder nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen sind. Laut Bericht, hat die HGON die Installation dieser Kamera veranlasst. HGON und Forstamt Nidda waren beim Aufstellen mitten während der Brutzeit beteiligt. Es handelt sich offensichtlich um die Ausgabe von Naturschutzmitteln, die anscheinend dazu dienen soll, dass eine kleine Elite, die die Bilder sehen darf, vielleicht wertvolle wissenschaftliche Erkenntnis für das Gebiet gewinnen kann. Hoffentlich wird das nicht genauso zu einem Flopp, wie die von der HGON maßgeblich initiierte Untersuchung der Säugetierprädatoren mit Kamerafallen vor mehr als einem Jahr. Man fand heraus, dass die hier in der Rubrik Säugetiere genannten Prädatoren, bis auf den Baummarder ganzjährig im Ried vorkommen. Regelmäßige Beobachter des Gebiets können ergänzen, dass dies seit  30 Jahren der Fall ist.

25.4.2021: Nur wenige Tage zeigte sich dieser Stelzenläufer im Gebiet.


9.4.2021: Das Bingenheimer Ried wirkt zur Zeit wie ein großer See mit ein paar Inseln. Wegen der übermäßigen Mulcherei im Winter fehlt es an überschwemmten Altgrasflächen, die für Rallen und Bekassine so wichtig wären. Inseln sind da kein Ersatz. Auch an trockenen Altgrasflächen für die Grauammer fehlt es. Die Flächen im Norden rund um die Teiche dort gleichen wegen Überweidung einem Golfrasen. Leider haben die Verantwortlichen der HGON und von den Behörden dies alles noch immer nicht erkannt. Nur die 11 Entenarten, die sich seit März im Gebiet gezeigt haben, meist auch noch da sind, und die Graugänse profitieren davon.
Paare von Knäk- und Spießente
   





Ein Pfosten wurde am 29.3.2021 mitten in einem Kiebitzrevier aufgestellt (Bild rechts). Der Gebietsbetreuer der HGON, zwei Handwerker und ein Auto waren dafür im Gebiet notwendig. Die massive Störung dauerte eine Stunde. Am 1.4.2021 (Bild links) wurde eine Webcam an dem Pfosten installiert, was etwa 2 Stunden, 4 Personen und zwei Autos im NSG in Anspruch nahm. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich sich manche Graugänse auf den Nestern verhielten. Einige blieben, andere kamen erst zurück, nachdem Autos und Personen ausser Sichtweite waren. Ob auch brütende Kiebitze betroffen waren, konnte nicht eindeutig geklärt werden. Die anfängliche Scheuchwirkung ist immens und fällt leider mitten in die Brut- und Zugzeit. Erst nach etwa 10 Tagen ließ diese Scheuchwirkung nach. Gänsen ästen wieder in der Nähe der Anlage. Ganz offensichtlich ist die HGON und die zuständigen Behörden nicht in der Lage so zu planen, dass derartige Störungen vor der Brutzeit erledigt werden. Warum nimmt man das Risiko in Kauf, dass Eier auskühlen oder von den Mittelmeermöwen, einem Kolkraben und zwei Rabenkrähen geholt werden? Voll bebrütete Eier mitten während der Brutdauer können bei Auskühlen sehr schnell Schaden nehmen. Die Webcam kann natürlich eine tolle Sache sein für Naturinteressierte. Ich bin gespannt auf die Bilder aber auch auf die Kosten-Nutzen-Analyse. Näheres ist noch nicht bekannt.
 

29.3.2021: Beachtliche 11 Uferschnepfen haben im Gebiet übernachtet. Leider ließen sie kein Foto zu. Die ersten Wiesenschafstelzen sind zurück.


26.3.2021: Das Blaukehlchen ist angekommen. Die finnischen Graugänse mit blauem Halsring blieb bis 30.3.2021
     

21.3.2021: Der maximal erlaubte Wasserstand ist erreicht. Jetzt wird deutlich, dass für den neuen Teich in den Norden an der höchstgelegene Stelle des Gebiets vielleicht nicht der richtige Platz gewählt wurde. Hier waren früher Ackerflächen. Eine Ufermodellation bei den Inseln fehlt völlig. Sie sind viel zu steil. Es hätte viel geeignetere Stellen im Gebiet gegeben. Bei dem ersten Teich im Norden des Gebiets im Hintergrund wurden die selben Fehler gemacht und dann in späteren Jahren berichtigt. Jetzt machte man wieder diese Fehler. Verantwortlich ist der Gebietsbetreuer der HGON und die zuständigen Behörden. Warum sind die Fachleute der HGON im Vorstand und in der Geschäftsstelle hier nicht eingeschritten?
Weitere Bilder von dem Teich gibt es hier:



20.3.2021: Das Bingenheimer Ried von Süden bei maximal erlaubten Wasserstand


14.3.2021: Seit mindestens 1.3.2021 hält sich im Bereich der Horloffaue Reichelsheim und des Bingenheimer Rieds eine Graugans mit blauem Halsring auf. Diese wurde im Jahr 2019 in Nordfinnland beringt. Während bei uns einige Graugänse schon brüten, liegen laut Auskunft des finnischen Beringers in den Brutgebieten in Finnland noch 50cm Schnee. Am 14.3. zeigte sich im Bingenheimer Ried dann sogar noch eine weitere finnische Graugans, die in einem anderen Gebiet besendert worden war. Es kam zu einem Treffen einer unserer 2011 mit gelben Halsringen markierten Gänse mit diesen Finnen, wie das Foto zeigt. Die Wetterau ist ein wichtiger Trittstein für viele Zugvögel.


1.3.2021: Circa 165 Kraniche haben im Bingenheimer Ried übernachtet und fliegen bereits vor 8.30 Uhr ab.

18.2.2021: Mehr zum Wasserstand hier

11.2.2021: Seit 4.2. ist das Wasser im Ried nochmals massiv gestiegen. Bei einem Wasserstand von 28cm über dem erlaubten Maximum ist das gesamte Ried zugefroren. Selbst der Zulauf des Pfaffensees ist vereist. Fast alle gebauten Inseln sind überschwemmt. Die Wege in der Süd- und in der Westkurve sind, wie immer bei diesem Wasserstand überschwemmt. Auf den Eisflächen und an den Rändern findet man mit etwas Glück Bachstelzen, Wiesenpieper, Bergpieper, Feldlerche (Foto vom 10.2.2021), Grauammer und manchmal auch ein Rotkehlchen. Die Wasservögel sammeln sich auf dem Pfaffensee, der noch teilweise offen ist. Seit 8.2.2021 fällt das Wasser der Horloff. Das Wehr ist verschlossen.
 


 
4.2.2021: Der maximal erlaubte Wasserstand ist erreicht. Ein großer Teil der gebauten Inseln ist wieder abgesoffen, die im letzten Herbst erhöhten natürlich nicht. Sie sind auf dem Foto nicht zu sehen. Mehr zum Wasserstand und dem neu gebauten Tümpel im Norden in den nächsten Tagen. Noch ist nicht klar, ob er richtig volllaufen wird, da man die Hochwasserspitze, die circa 64cm über dem erlaubten Maximum im Ried lag, nicht ins Gebiet ließ.


31.1.2021 10 Uhr: Ein seltener Anblick. Nicht der Graben füllt das Ried sondern das Ried den Graben. Die unsinnige Blockade des Wassers am Wehr macht es möglich.

Im Herbst 2020 wurde das Wehr umgebaut, siehe Foto weiter unten. Die Metallbretter sind bis zu einer Höhe von etwas über 30 cm bei dem Hochwasser noch drin und halten das Wasser genauso auf wie die Metallklappe und das viel zu dichte Fischgitter. Es soll verhindern, dass Fische ins Ried gelangen, um so den Amphibiennachwuchs zu schützen. Der Schlammpeitzger bleibt dabei auf der Strecke. Vom 28.1.2021 17 Uhr (Foto links) bis 29.1.2021 11 Uhr (Foto Mitte) stieg das Wasser der Horloff um 64 cm um dann bis 31.1.2021 10 Uhr um weitere 35cm zu steigen (Foto rechts). 3 Meter entfernt im Ried hinter dem Fischgitter waren es in dieser Zeit nur 17 cm. Das Wasser sickert nur langsam durch das Gitter. Leider fließt auch wieder Wasser vom Pfaffensee ins Gebiet. Noch fehlen 24cm zum erlaubten Maximum.  Das Bingenheimer Ried ist schon immer Retensionsraum gewesen. Diese Funktion wurde von den Verantworlichen vom Forstamt Nidda und von der HGON praktisch ausgeschaltet. Sollte das Wasser der Horloff noch weitere 10-20cm steigen, werden die ersten Keller in Reichelsheim absaufen, weil sich das Wasser nicht schnell im Ried ausbreiten darf. 

    

2.2.2021: Die ersten Ampfibien sind unterwegs. 

24.12.2020: Ein Weihnachtsgeschenk, seit Monaten fließt erstmals wieder Wasser in das ausgetrocknete Bingenheimer Ried. Die Abzäunung der Pflanzen in der Mitte des Gebiets wurde rechtzeitig entfernt.

14.12.2020: Der neue sehr große Teich mit 3 Inseln im Norden des Gebiets scheint fertig zu sein. Er liegt zwischen dem alten Teich, der dort im Winter 2008/2009 angelegt wurde und im Winter 2016/2017 erweitert wurde, und dem Westweg. Mit dem Aushub wurde entlang des Westwegs ein Sichtschutzwall aufgeschüttet. Diese Maßnahmen werden diesen Teil des Gebiets sicher aufwerten. Jetzt fehlt nur noch die Einsaat des Walls mit einem Gras- Blumengemisch, damit dort später kein Distelwald entsteht. Leider ist der Sichtschutzwall an vielen Stellen zu niedrig und hilft so nicht wirklich. Sinnvoll wäre es gewesen mehrere Abschnitte von je 10-20m Länge zwischendurch mit Schotter zu bauen, wie einen Bahndamm ohne Schienen. Im Bahndamm auf der anderen Seite überwintern Kamm- und Teichmolche, wie auch Zauneidechsen und viele Insekten. Derartige Plätze hätte man hier leicht schaffen können für den Preis des Schotters. Damit wäre dann auch mehr Material für einen höheren Sichtschutzwall an allen Stellen da gewesen.




3.12.2020: Immernoch wird im Ried viel zu viel gemulcht. Das Verhältnis zwischen ungemulchten Flächen und denen, die bis auf Golfrasenhöhe abgefressen wurden oder vom Pflanzensterben betroffen waren, stimmt nicht mehr. Es ist gut, das man einige Flächen stehen lässt. Diese sind aber oft zu klein und von gemulchten Flächen direkt eingerahmt, sodass sie sich als Schlafplätze für Sumpfoheule und Kornweihe im Winter nicht mehr eignen. Hier musste man zusammenhängede Flächen stehen lassen und nicht nur Fetzen, wie auf dem zweiten Bild zu sehen. 

24.10.2020: Am Rand des Rieds konnte ich die Käferart Aphodius consputus nachweisen. Diese Käferart lebt in Kuhfladen. In der hessischen Roten Liste wird sie in der Kategorie 1 "vom Aussterben bedroht" und in der Roten Liste Deutschland in der Kategorie 2 "stark gefährdet" geführt.
3.12.2020: Das Wehr wurde jetzt ganz abmontiert. Mal sehen, wie es weitergeht. Zu sehen ist die Fischsperre und zwei neue U-Eisen.
Stand 25.11.2020: Das Bingenheimer Ried ist nachwievor völlig trocken. Anstatt Vögel bestimmen Rehe das Bild.
2.11.2020: Seit Anfang November wird im Nordwesten des Gebiets auf früheren Ackerflächen ein großer Flachwasserbereich angelegt.

 
 

  
 

  

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